Erweitertes Profil





Sri Swami Vishwananda wurde 1978 in eine hinduistische Familie auf Mauritius geboren. Schnell wurde klar, dass er kein gewöhnliches Kind war. Von klein auf lebte er in der bewussten Gegenwart des Göttlichen und der Heiligen. An Dingen, mit denen sich ein Kind normalerweise beschäftigt, war er nicht interessiert. Jede freie Minute verbrachte er mit Gebet, dem Besuch von Tempeln und dem Ausführen von Ritualen.
Im Alter von fünf Jahren wurde er zum ersten Mal von seinem Guru, Mahavatar Babaji, besucht. Viele Wunder und Phänomene geschahen um ihn und seine Weisheit und seine liebevolle Art waren bereits damals ein Zeichen seiner spirituelle Größe.
Mit der Zeit zog seine einzigartige Persönlichkeit immer mehr Menschen an, die seinen Segen und seinen Rat suchten, zunächst in Mauritius, später auch in anderen Ländern, als er zu reisen anfing. Nach Abschluss der Schule fing er an, seiner Berufung als spiritueller Lehrer zu folgen und nahm Einladungen in verschiedene Teile der Welt an. 1998 besuchte er zum ersten Mal Europa, wo er neue Freunde fand. Diese Freunde besuchten ihn auf Mauritius und einige von ihnen wurden zu seinen Schülern.

Swami prayingWährend bis dahin seine hinduistische Seite überwog und er oft bis spät in die Nacht Bhajans sang, erwachte 1999 auch die christliche Seite in Swami Vishwananda und er tauchte tief ins Christentum ein, so wie es seiner Natur entspricht bei allem was er tut. Die östliche Tradition rückte für eine Weile in den HinEr hatte viele christlich-mystische Erlebnisse. Jene Zeit bezeichnet auch den Beginn seiner außergewöhnlichen Liebe zu allen christlichen Heiligen und ihrer Botschaft von bedingungsloser Liebe und Akzeptanz.

Sri Swami Vishwananda begann Reliquien zu sammeln. Er wünscht sich, die Lebensgeschichten der Heiligen wieder stärker in das menschliche Bewusstsein zubringen, indem er diese Reliquien für die Verehrung zugänglich macht. Swami Vishwananda fühlt sich sowohl mit den christlichen Heiligen, als auch den spirituellen Meistern des Ostens eng verbunden. Er studiert ihre Leben und ihre Lehren und gibt dieses Wissen weiter. Es bereitet ihm große Freude ihre Lieder zu singen und die Lebensgeschichten der Heiligen zu erzählen. Außerdem malt er gerne Ikonen von Heiligen, deren Leben Vorbilder wahrer Hingabe und Ergebenheit gegenüber Gott und eine Quelle der Inspiration für spirituelle Aspiranten sind. Das Ikonenmalen, das Ausführen verschiedener Zeremonien und Gebete und das Singen helfen, unsere inner Verbindung mit dem Heiligen oder dem Göttlichen Aspekt zu vertiefen, dem die jeweilige Handlung gewidmet ist. 

“Heilige lieben jeden auf die gleiche Weise. Sie sehen, dass jeder ein Teil Gottes und Seiner Schöpfung ist. Für sie kommt die Frage nach Rasse, Kultur oder Religion gar nicht auf. Wir sollten sie uns zum Vorbild nehmen. Unser Planet und das ganze Leben darauf ist nur durch Liebe entstanden, wird durch Liebe erhalten und wird wieder zur Liebe zurückkehren.“

Im Laufe der Jahre hat sich eine Gruppe talentierter Maler und Musiker um ihn herum gebildet. Gemeinsam sind sie aufgetreten, haben komponiert, viele Songs aufgenommen und dutzende schöner Ikonen gemalt.  

Da Swami Vishwananda alle Religionen und Kulturen gleichermaßen anerkennt, hat sich im Laufe der Jahre eine harmonische Balanze zwischen den beiden Traditionen des Ostens und  des Westens gebildet. Seine natürliche Leichtigkeit, Elemente der westlichen Tradition mit der östlichen Spiritualität zu verbinden, ermöglicht den Menschen Zugang zu einer sehr persönlichen Erfahrung des Göttlichen, unabhängig von ihrer jeweiligen Kultur, ihrem Geschlecht oder Alter. Inzwischen ist es für diejenigen um Swami Vishwananda herum zu einer üblichen Praxis geworden, das Göttliche auf mehrdimensionale Weise zu feiern. Diese Art, das Göttliche zu zelebrieren, hebt für jeden den Reichtum unseres gemeinsamen spirituellen Erbes hervor.


“Wir sind alle Brüder und Schwestern und haben unseren Ursprung von demselben Gott. Unsere wahre Identität, die hinter unseren Emotionen und Gedanken des Alltags verborgen liegt, ist unsere Seele, unser eigenes wahres Selbst. Um äußere Einheit mit all unseren Brüdern und Schwestern zu erlangen, müssen wir die innere Einheit zwischen Körper, Geist und Seele herstellen. Wir müssen uns annehmen und lieben, genau so wie wir jetzt sind, mit unserem physischem Körper, unseren Gefühlen und Gedanken und gleichzeitig nach der Seele streben. Die Menschheit muss sich wieder daran erinnern, dass alle Menschen von derselben Quelle kommen und alle wieder dorthin zurückkehren.“

Zwischen 2000 und 2001 errichtete Swami Vishwananda in seiner Heimat Mauritius eine Kapelle für die Heilige Mutter. Diese Kapelle liegt neben dem Tempel, der dem großen indischen Heiligen Sri Shirdi Sai Baba gewidmet ist. Seither wurden weitere spirituelle Zentren rund um die Welt errichtet. 

Ende 2004 wurde ein kleines Anwesen in einer ländlichen Gegend in Deutschland erworben. Im Dörfchen Steffenshof im Hunsrück entstand Swami Vishwanadas erstes spirituelles Zentrum ausserhalb Mauritius. Möglich wurde dies durch persönliches Engagement einiger Freunde und Schüler.
Zunächst war es einfach das Zuhause für einige Menschen seiner europäischen Freunde und Familie. Doch bald verwandelte es sich in einen Ashram, als sich Swami Vishwananda 2005 entschloss, Männer und Frauen, die sich entschieden hatten, ihr Leben Gott zu weihen, in eine monastische Tradition einzuweihen.
Ab 2005 besuchte Swami zahlreiche Länder in Europa, Nordamerika, Afrika und Asien, um seine Botschaft der universellen Liebe Gottes noch weiter zu verbreiten.
Swami Vishwananda führte seine Freunde und Schüler durch alle Farben und Schattierungen der Spiritualität. Er tauchte tief in das Krishna-, dann in das Christus-Bewusstsein ein und verband sich mit vielen Heiligen, um dann wieder in eine Phase einzutreten, in der er sich auf Sri Chaitanya, Mutter Maria, Shiva, den Sufismus, die Göttliche Mutter Durga, Hanuman oder Shirdi Sai Baba konzentrierte, um nur einige zu erwähnen.
Anfang 2006 gründete Swami Vishwananda einen spirituellen Orden innerhalb der Bhakti Marga Familie, der sowohl hinduistische als auch christlichen Elemente mit einbezieht. Die Gemeinschaft orientierte sich an den Lehren der Heiligen Schriften wie der Bhagavad Gita, der Bibel und anderen zeitlosen Lehren verschiedener Weiser und Heiliger.

 

“Im Wandel der Zeiten haben viele Lehrer, viele Heilige und Weise gelebt. Ihre Botschaft war im Wesentlichen immer dieselbe, wurde jedoch in verschiedene Worte, Sprachen und Traditionen eingehüllt. Was uns in dieser Welt fehlt, sind nicht die Lehren zur Gott-Verwirklichung. Was uns fehlt, ist der Wille der Menschen, wirklich nach innen zu gehen und diese Lehren in die Tat umzusetzen. Besonders in der heutigen Welt gibt es viele Ablenkungen, die zu äußeren Anhaftungen führen, welche jedoch begrenzt sind und immer wieder Leiden verursachen, wenn sie verloren gehen. Die Menschen sollten sich über ihre ‚inneren Anhaftungen’ bewusst werden, die ewig sind und kein Leid verursachen. Gott ist immer da - wie die Sonne, die durch ein Fenster scheint. Es liegt an uns, die Vorhänge aufzuziehen und das Fenster zu öffnen.“

 

Der Orden war in vielerlei Hinsicht traditionell mit Regeln und Strukturen eines klassischen Ordens gestaltet.
Der Orden wurde 2008 von Swami Vishwananda aufgelöst. Nachdem seine Schüler diese sehr traditionelle Arte eines spirituellen Ordens und der Guru - Schüler - Beziehung erfahren hatten, änderte Swami seine Herangehensweise. Nicht jeder fühlte sich mit dieser Veränderung wohl, da sie nicht ihren Erwartungen entsprach. Doch dies war keine willkürliche Handlung. Er wollte den traditionell monastischen Orden auflösen, den er selbst ins Leben gerufen hatte, um eine andere Art der spirituellen Gemeinschaft zu schaffen, eine Gemeinschaft, die auf Selbstverantwortung basiert und dem heutigen modernen Zeitgeist entspricht. Eine Gemeinschaft, die weniger Gewicht auf den externen Guru legt, der oftmals auf ein Podest gestellt wird, sondern in der der Schwerpunkt bei den Mitgliedern und deren Suche nach dem Göttlichen im eigenen Innern liegt, wobei der externe Guru Anleitung gibt und ausgleichend auf ihr Bewußtsein wirkt. 
All dies geschah mitten in einer Umzugsperiode von Steffenshof in ein größeres Anwesen in der Nähe von Wiesbaden und Frankfurt in einem Dorf namens Springen. Nach der Zeit in Steffenshof markiert der Umzug nach Springen den Beginn eines neuen Kapitels und einer neuen Ära.

Um diese Wandlung zu vollziehen, hat sich Swami von dem Podest heruntergenommen, auf das ihn viele Anhänger gestellt hatten. Es war wichtig, um die Devotees und Schüler zu ermutigen, das Göttliche in sich selbst zu suchen, anstatt all ihre Ideen über das Göttliche auf den externen Guru zu projezieren. Dies war zeichensetzend für eine radikale Abwendung von der traditionellen Guru - Schüler - Beziehung. Dabei fanden einige Schüler Unterstützung darin, über die Dualität von gut/ schlecht, licht/ dunkel, Freude/ Kummer hinaus in die göttliche Liebe in ihren Herzen zu gehen. Im Rückblick hat diese intensive Periode eine gute Gelegenheit geboten, einen größeren Fokus auf die innere Begegnung mit dem eigenen Selbst zu legen. 

Das tägliche Leben im Zentrum hat sich danach signifikant geändert. Die Fixierung auf Swami ließ nach und die Art und Weise Swamis Präsenz zu wertschätzen wurde natürlicher und ausgeglichener. Es gab keine äußeren Regeln mehr (mit Ausnahme derjenigen, die notwendig sind, um in einer Gemeinschaft zu leben). Und damit kam auch mehr Klarheit über ein großes Missverständnis auf dem spirituellen Pfad - die wahre Bedeutung des Zölibats - was laut der Vedischen Tradition bedeutet, sich nach innen zu konzentrieren, anstatt seine weltlichen Aktivitäten und Freuden zu beschneiden. Das tägliche spirituelle Leben wurde wieder entspannt, leichtherzig und freudvoll und die Menschen fingen an, sich nach innen zu richten, auf ihr eigenens Selbst zu hören, denn inneren Guru und auf ihre Herzen. 

Shree Peetha Nilaya, wie das Zentrum seit 2010 heißt, kann als offenes spirituelles Zentrum bezeichnet werden, in dem Menschen jeder Altersgruppe, Glaubensüberzeugung und Backgrounds und die ihr Leben Bhakti und der göttlichen Liebe widmen möchten, herzlich willkommen sind. Einige Bewohner haben sich entschieden das Leben eines Mönches oder einer Nonne zu leben (jedoch ohne die Begrenzungen eines äußeren Ordens). Einige haben eine Beziehung oder eine Familie, einige arbeiten im Zentrum, einige außerhalb, doch jeder Bewohner und jeder, der nicht im Zentrum direkt wohnt ist sowohl auf spiritueller als auch auf materieller Ebene vollkommen selbst-verantwortlich. Dennoch sind alle durch ihr Ziel, die göttliche Liebe in sich zu finden, miteinander verbunden.

Shree Peetha Nilaya befindet sich an einem bestimmten Ort, doch sein Prinzip, auf eine neue Weise die Erfahrung zu machen, den spirituellen Weg in das tägliche Leben zu integrieren, wird von einer weltweiten Gemeinschaft, die mit dem Zentrum verbunden ist, erlebt. 

Um Bhakti und Liebe in jedem Suchenden zu entwickeln, vermittelt Swami Vishwananda bestimmte spirituelle Techniken und Übungen. Diese Übungen beinhalten Darshan (Segen), tägliche Gebete, Zeremonien wie Pujas, Yagnas und Abishekam, Meditation, Gesang, Yoga-Übungen, das Wiederholen von Mantren, sowie Mudras (Stellungen der Hände).

2007 führte Swami Vishwananda im Auftrag von Mahavatar Babaji die Meditations- und Yoga- Übungen von Atma Kriya und OM Healing ein. Diese Übungen bilden einen besonders wichtigen Bestandteil seiner Arbeit, Menschen auf ihrem spirituellen Weg zu unterstützen. In den folgenden Jahren weihte Swami Vishwananda über 80 Atma Kriya Lehrer ein, die auf drei Kontinenten seine Lehren weitergeben.

“Die größte Freude eines Meisters ist es zu sehen, wie die Schüler spirituell wachsen und selbst zu wahren Meistern werden.”

Swami Vishwananda weist oft darauf hin, dass man auf dem spirituellen Weg viel Geduld und Ausdauer braucht und dass man keine schnellen Ergebnisse erwarten sollte. Er möchte nicht, dass die Menschen von ihm abhängig sind. Sein Wunsch ist es, dass die Menschen Gott und dem Guru (Lehrer) in sich selbst vertrauen.

“Wir sollten immer unseren gesunden Menschenverstand benutzen. Es nutzt nichts, abzuheben und umherzufliegen. Wir müssen geerdet sein und auch unsere Arbeit auf dieser Erde tun. Wir müssen geduldig und mit Respekt für das Göttliche und gegenüber uns selbst voranschreiten.“

Es ist Sri Swami Vishwanandas Wunsch, den Menschen dabei zu helfen, ihren Weg zum göttlichen Licht in sich selbst zu finden. Viele, die ihn in spirituellen Angelegenheiten und auch in alltäglichen Dingen um seinen Rat fragen, sind tief berührt, wenn sie ihm begegnen. Swami ermutigt jeden dazu, der Intuition des eigenen Herzens zu folgen. Er kann sowohl als Wesen von göttlichen Eigenschaft betrachtet werden, wie auch als ein ganz normaler Mensch, der Gott von ganzem Herzen liebt und die Fähigkeit hat, anderen Gott auf sehr direkte und einfache Weise nahe zu bringen. Er ist eine Verkörperung von Bhakti und göttlicher Liebe.

“Alle Formen von Erwartung bringen Schmerz mit sich. Die eine wahre Erfahrung, das was unsere Seele wirklich will, ist die wahre Liebe Gottes. Und diese wahre Liebe Gottes können wir nur durch Hingabe in unserem Herzen finden. Ihr könnt zu einem Meister gehen, und der Meister kann Euch den Weg zeigen. Es liegt jedoch an jedem von Euch, Gott wirklich zu wollen und sich wirklich nach Gott zu sehnen. Denn solange Ihr Euch nicht wirklich nach Gott sehnt, solange ihr Ihn nicht wirklich wollt, werdet Ihr immer auf der Suche sein. Ihr werdet immer einen Fuß an den einen Ort und den anderen Fuß an einen anderen Ort setzen. Um diese wahre Liebe und diese tiefe Verbindung zu Gott in uns zu finden, müssen wir uns in Bhakti - Hingabe - üben. Wenn Ihr Euch aus ganzem Herzen hingebt und sagt: 'Gott, ich will Dich. Offenbare Dich mir!' dann wird Gott sich Euch offenbaren. Er kann nicht 'Nein' zu Euch sagen, denn Euer eigenes Selbst kann sich nicht vor Euch verbergen. Dieses höhere Bewusstsein, das Ihr tief in Eurem Inneren habt, kann sich offenbaren, wenn Euer Geist auf Gott fokussiert ist. Sehnt Euch also nach Gott. Ruft aus der Tiefe Eures Herzens: 'Gott, offenbare Dich mir! Ich weiß, Du bist irgendwo tief in mir. Von Zeit zu Zeit nehme ich Dich wahr. Ich weiß, Du bist da. Jedoch würde ich Dich gerne ständig, die ganze Zeit spüren.' Ist es nicht die Liebe Gottes, die jeder von Euch ständig spüren möchte?“

 

Die Zitate wurden verschiedenen Ansprachen von Swami Vishwananda entnommen.